Bei Fahrplatten für temporäre Wege sind HMWPE, HDPE und UHMWPE keine austauschbaren Bezeichnungen für eine Werkstoffsorte. HDPE bezeichnet Polyethylen hoher Dichte; HMWPE und UHMWPE stehen für hochmolekulares beziehungsweise ultrahochmolekulares Polyethylen. Fragen Sie nach der im Angebot angegebenen Werkstoffsorte, statt aus dem Kürzel auf die zulässige Belastung einer fertigen Platte zu schließen.

Unsere HDPE-Bodenschutzplatten und Fahrplatten für temporäre Zufahrten lassen sich anhand von Abmessungen, Oberfläche und Bearbeitungsanforderungen spezifizieren. Falls Ihr Projekt HMWPE zwingend vorgibt, klären Sie vor der Bestellung die Verfügbarkeit und die angebotene Werkstoffsorte mit uns.
Drei Fragen zur angebotenen Platte
1. Welche Abmessungen und Handhabungsanforderungen gelten?
Bestätigen Sie Dicke, Länge, Breite, Gewicht und Verbindungsdetails im Angebot. Planen Sie Anlieferung, Anheben und Verlegung für diese Ausführung. Gehen Sie nicht davon aus, dass jede Kunststoffplatte von Hand getragen werden kann oder für Schwerverkehr geeignet ist.
2. Was umfasst die Materialspezifikation?
Klären Sie die vorgeschlagene Sorte des Polymerrohstoffs und die für den Auftrag verfügbaren Angaben. Daten zum Verschleiß oder zum Stoßverhalten einer Polymerprobe reichen allein nicht aus, um die Belastbarkeit einer mit Platten belegten Strecke bei wiederholtem Verkehr zu bewerten. Betrachten Sie Plattenabmessungen, Verbindungen und tragenden Untergrund gemeinsam.
3. Welche Umgebungsbedingungen sind zu prüfen?
Beschreiben Sie den Einsatz im Freien, die erwarteten Temperaturen, Wasser und Chemikalien, mit denen die Platten in Kontakt kommen könnten. Bitten Sie uns, diese Bedingungen für die vorgeschlagene Werkstoffsorte zu prüfen, und stimmen Sie die erforderlichen Unterlagen für den Auftrag ab. Struktur, Farbe oder eine Polyethylenbezeichnung allein belegen weder die UV-Eigenschaften noch eine zuverlässige Haftung.
Standortbedingungen vor dem Einsatz von Fahrplatten prüfen
Temporäre Wege für Baustellen und Veranstaltungen
Benennen Sie die Nutzer, den Verkehrsablauf, die voraussichtliche Nutzungsdauer, Wendepunkte und den Instandhaltungsplan. Der vorgeschlagene temporäre Belag und der Untergrund müssen gemeinsam beurteilt werden. Die erforderliche Untergrundvorbereitung entfällt nicht dadurch, dass sich die Platten später wieder entfernen lassen.
Nasser Untergrund und empfindliche Bereiche
Kennzeichnen Sie nasse, weiche oder nachgiebige Stellen und beschreiben Sie, wie mit Wasser umgegangen werden soll. Das zuständige Team vor Ort muss die Auflagerbedingungen und den geplanten Verkehr vor der Verlegung beurteilen. Klären Sie Umweltanforderungen gesondert. Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein Oberflächenbelag das Einsinken von Fahrzeugen oder Eingriffe in das Ökosystem verhindert.
Beschädigte Oberflächen und temporäre Umleitungen
Beschreiben Sie die vorhandenen Schäden, die Übergänge zu anderen Oberflächen und den vorgesehenen Verkehr. Ein vorgeschlagener entfernbarer Belag bestätigt weder die Sicherheit einer beschädigten Straße noch die Freigabe einer Umleitung für den öffentlichen Verkehr. Über Straßenreparaturen und Verkehrsregelungen muss das zuständige Projektteam gesondert entscheiden.
Gefälle, Bankette und Ränder
Tragen Sie Neigungen, Straßenränder, Aushubbereiche und Entwässerung in die Wegeskizze ein. Verlassen Sie sich nicht auf einen Plattenbelag zur Böschungsstabilisierung, als Stützkonstruktion oder zum Erosionsschutz. Stimmen Sie die Beurteilung von Untergrund und Rändern sowie Verlegung und Zugangsbeschränkungen mit dem zuständigen Team vor Ort ab.
Wiederverwendung nach dem Zustand der Platten planen
Nutzen Sie unseren Leitfaden zur Zufahrtsplanung im Straßenbau, um Verkehr und Untergrund vor der nächsten Verlegung zu prüfen. Planen Sie die Wiederverwendung mit Rückbau, Reinigung, Kontrolle und geeigneter Lagerung. Treffen Sie die Entscheidung über den nächsten Einsatz anhand des Plattenzustands, der neuen Strecke und der verfügbaren Mittel zur Plattenhandhabung.
Unsere HDPE-Plattenausführung mit uns abstimmen
Wir liefern HDPE-Bodenschutzplatten. Wir prüfen die gewünschten Abmessungen, Oberflächen und Zeichnungsdetails, bevor wir die angebotene Ausführung bestätigen. Falls HMWPE oder UHMWPE vorgegeben ist, lassen Sie sich Material und Verfügbarkeit von uns bestätigen. Aus dem HDPE-Produktnamen lässt sich keines dieser beiden Materialien ableiten.
Materialfreigabe und Einsatzfreigabe getrennt prüfen
Bestätigen Sie, dass die angebotene Werkstoffsorte, Plattengeometrie und Dokumentation die Bestellspezifikation erfüllen. Die Beurteilung vor Ort muss zusätzlich den tatsächlichen Untergrund, den Verkehr und mögliche Arbeitsbereiche für Geräte berücksichtigen. Materialauswahl und Freigabe für den Einsatz vor Ort müssen getrennt geprüft werden. Ein abgekürzter Produktname bestätigt weder das eine noch das andere.
Bestelldetails mit unserem Werk abstimmen
- Anforderungen an kundenspezifische Platten: Geben Sie Dicke, Länge, Breite, Farbe, Oberflächenbeschaffenheit sowie Bohrungen oder Bearbeitungen nach Zeichnung an. Wir bestätigen die Ausführung und Bearbeitung, die wir für die Anfrage anbieten können.
- Prüfung und Dokumentation: Stimmen Sie die erforderlichen Maß-, Oberflächen- und Kennzeichnungsprüfungen für den Auftrag ab. Klären Sie vor der Bestellung, welche Prüfaufzeichnungen oder Materialunterlagen verfügbar sind.
- Exportverpackung: Besprechen Sie Stückzahlen je Bündel, Folienschutz, Anforderungen an Paletten oder Kisten, Zugänglichkeit für die Handhabung, Kennzeichnungen und Lieferziel. Verpackung und Verladung werden für den Auftrag bestätigt.
Ein Angebot für Ihre Fahrplatten anfordern
Senden Sie eine Anfrage mit dem benötigten Material, der Dicke, den Plattenabmessungen oder einer Zeichnung, der Menge und dem Lieferziel an unser Werk zur Angebotserstellung. Ergänzen Sie den vorgesehenen Verkehr und Angaben zum Untergrund. Wir prüfen die gewünschte Spezifikation und bestätigen Lieferumfang, Verpackung und Angebotsdetails.