Beurteilen Sie die Anforderungen an die Zufahrt und an die Arbeitsplattform für das Bohr- oder Rammgerät jeweils gesondert.
Für Anlieferungen, Servicefahrzeuge und Personal können rund um Pfahlgründungsarbeiten temporäre Fahr- und Gehwege erforderlich sein. Unsere Bodenschutz- und Fahrplatten kommen für solche Wege in Betracht, nachdem das zuständige Baustellenteam den Verkehr und die Bodenverhältnisse beurteilt hat. Für die Fahr-, Rüst- und Betriebsbereiche eines Bohr- oder Rammgeräts ist eine gesonderte Beurteilung der Arbeitsplattform erforderlich. Eine Plattenoberfläche allein weist die Tragfähigkeit des Untergrunds nicht nach.

Wir liefern HDPE-Fahrplatten für temporäre Zufahrten und Bodenschutz. Bei einer Anfrage für eine Pfahlgründungsbaustelle prüfen wir die gewünschten Plattenabmessungen, die Oberfläche und die Bearbeitungsdetails. Die angebotene Ausführung stimmen wir für den Auftrag ab. Davon getrennt bleiben die Freigabe der Zufahrt durch die Baustelle und die Bemessung der Arbeitsplattform.
Zuerst Verkehr und Bodenverhältnisse festlegen
Für eine aussagekräftige Anfrage zu HDPE-Fahrplatten auf einer Pfahlgründungsbaustelle unterscheiden Sie die geplante Zufahrt vom Arbeitsbereich des Geräts und geben Folgendes an:
- Verkehr und Nutzung der Wege: Benennen Sie Lieferfahrzeuge, Serviceverkehr oder Fußgänger sowie Bereiche zum Wenden, Rückwärtsfahren und Halten. Das Gesamtgewicht eines Fahrzeugs ist kein allgemeingültiger Wert für die zulässige Belastung einer Fahrplatte.
- Einsatzbedingungen der Maschinen: Für Wege, die von Baumaschinen genutzt werden, sind deren Konfiguration und die relevanten Angaben zu den Aufstandsflächen von Reifen, Ketten oder Abstützungen für die Beurteilung vor Ort erforderlich. Die Lasten des Geräts können sich beim Fahren, Rüsten und Arbeiten verändern.
- Untergrund und Entwässerung: Beschreiben Sie die tragende Fläche, weiche Stellen, Wasseransammlungen und kürzlich erfolgte Aushubarbeiten. Platten auf schlammigem Boden verbessern nicht von sich aus einen unzureichend tragfähigen Untergrund und ersetzen keine Entwässerungsarbeiten.
- Plattenhandhabung: Klären Sie Gewicht und Abmessungen der Platten, Hebeverfahren, verfügbare Geräte und Lagerflächen. Wählen Sie das Verfahren für die tatsächlich gelieferten Platten; gehen Sie nicht davon aus, dass sich jede Größe von Hand bewegen lässt.
- Anschlüsse und Übergänge: Kennzeichnen Sie Einfahrten, Kurven, Kreuzungen und den Übergang zur Arbeitsplattform des Geräts. Plattenverbindungen und Randausbildung müssen zur geplanten Strecke und zum vorgesehenen Verkehr passen.
Die Zufahrt im Verlauf der Pfahlgründungsarbeiten kontrollieren
Pfahlgründungsarbeiten können den umliegenden Boden beeinflussen und Änderungen an der Wegeführung erfordern. Legen Sie fest, wer die Strecke, Plattenstöße, Ränder und den tragenden Untergrund kontrolliert – auch nach Aushubarbeiten, der Wiederherstellung betroffener Flächen oder starkem Regen. Beurteilen Sie die betroffenen Bereiche erneut, bevor Sie sie wieder für den vorgesehenen Verkehr freigeben.
Eine strukturierte Oberfläche kann durch Schlamm oder Suspensionen verunreinigt werden. Planen Sie Reinigung und Zugangskontrolle in die Baustellenabläufe ein und prüfen Sie, ob die Oberfläche für die tatsächliche Nutzung geeignet ist. Die Struktur allein garantiert nicht unter allen Bedingungen ausreichende Haftung.
Verlegung, Kontrolle und Rückbau gemeinsam planen
- Vor der Verlegung: Gleichen Sie Wegeführung, Untergrundvorbereitung und Entwässerung mit der Beurteilung der Baustelle ab. Kennzeichnen Sie Leitungen, Gräben und Bereiche, in denen keine Platten verlegt werden dürfen.
- Während der Nutzung: Kontrollieren Sie Plattenverschiebungen, den Zustand der Verbindungen, Verschmutzungen und Veränderungen im Untergrund der Strecke. Gehen Sie bei Mängeln nach den auf der Baustelle festgelegten Regeln für die Nutzung und Sperrung von Wegen vor.
- Bei Änderungen im Ablauf der Pfahlgründungsarbeiten: Prüfen Sie neue Kreuzungen, ausgehobene Bereiche und die Grenzen der Arbeitsplattform, bevor Sie Platten versetzen oder den Verkehrsweg ändern.
- Nach der Nutzung: Planen Sie das Anheben, Reinigen, Prüfen und Lagern der Platten. Ob sie erneut eingesetzt werden können, hängt von ihrem Zustand und der Beurteilung der nächsten Strecke ab – nicht allein von der Materialbezeichnung.
Stimmen Sie die Plattenspezifikation zusammen mit der Zufahrtsplanung ab. Die Verantwortung für den tragenden Untergrund und die Arbeitsplattform des Bohr- oder Rammgeräts bleibt getrennt vom Kauf eines Oberflächenbelags.
Den Wegeplan mit der Anfrage senden
Eine Skizze der Zufahrt hilft uns, die benötigte Plattenanzahl, die Abmessungen und die gewünschte Bearbeitung für die Strecke zu verstehen.
Ergänzen Sie Angaben zum Verkehr, zu den Bodenverhältnissen und zum geplanten Handhabungsverfahren. Kennzeichnen Sie den Übergang zur Arbeitsplattform des Geräts, damit das Baustellenteam diesen Anschluss beurteilen kann.
Plattenausführung und Verpackung abstimmen
- Fertigungsdetails: Besprechen Sie Dicke, Länge, Breite, Farbe, Oberflächenbeschaffenheit sowie Bohrungen oder Bearbeitungen nach Zeichnung. Wir bestätigen für jede Anfrage die angebotene Ausführung und den Bearbeitungsumfang.
- Prüfanforderungen: Legen Sie fest, welche Maß-, Oberflächen- und Kennzeichnungsprüfungen für den Auftrag erforderlich sind. Stimmen Sie vor der Bestellung ab, welche Prüfaufzeichnungen oder Materialunterlagen mitgeliefert werden können.
- Exportverpackung: Klären Sie Anforderungen an Paletten oder Kisten, Plattenanzahl, Zugänglichkeit für die Handhabung, Kennzeichnung und Lieferziel. Verpackung und Verladung richten sich nach dem vereinbarten Auftrag.
Ein Angebot für Fahrplatten auf einer Pfahlgründungsbaustelle anfordern
Senden Sie Ihre Materialanforderung, Dicke, Plattenabmessungen oder Zeichnung, Menge und das Lieferziel mit einer Projektanfrage an unser Werk. Fügen Sie die Wegeplanung und Angaben zum Verkehr hinzu, damit wir die Plattenspezifikation besprechen und den vereinbarten Lieferumfang anbieten können.